Sauerteig-Focaccia mit gerösteten Trauben und Rosmarin

· von Maya Kapoor · 3 Min. Lesezeit

Sauerteig-Focaccia mit gerösteten Trauben und Rosmarin

Eine Sauerteig-Focaccia mit gerösteten Trauben und Rosmarin bringt zwei Welten zusammen: die luftig-knusprige Struktur italienischer Focaccia und die süß-säuerliche Wucht von Ofentrauben, dazu das harzige Aroma von frischem Rosmarin. Wer Sauerteig mag, bekommt hier ein Rezept, das perfekt in den Herbst passt und trotzdem machbar bleibt, solange man die Grundlagen der Gare im Griff hat. Keine Raketenwissenschaft, aber ein bisschen Zeitgefühl braucht es schon.

Warum Sauerteig statt Hefe?

Natürlich gesäuerte Focaccia tickt anders als die Hefe-Variante:

Zutaten für eine Blechform (ca. 30×40 cm)

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Autolyse und Teig ansetzen

Mehl und Wasser erstmal 30 bis 60 Minuten für sich ruhen lassen, bevor Starter und später das Salz dazukommen. Dieser kleine Zwischenschritt macht einen erstaunlichen Unterschied: Das Gluten bildet sich leichter, der Teig fühlt sich geschmeidiger an statt zäh und widerspenstig.

2. Stretch & Fold statt Kneten

Bei diesem feuchten Teig (80 % Hydration ist kein Pappenstiel) bringt klassisches Kneten wenig. Besser: die Dehnen-und-Falten-Methode.

3. Bulk-Fermentation

Hier entscheidet die Raumtemperatur über die Dauer: 6 bis 10 Stunden bei Zimmertemperatur, oder 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank, wenn man die Kaltgare bevorzugt (praktisch, wenn man abends ansetzt und morgens weiterarbeiten will). Der Teig muss sichtbar aufgehen und Blasen an der Oberfläche zeigen, sonst ist er noch nicht so weit.

4. In die Form geben und dimpeln

Teig in eine großzügig geölte Blechform geben, vorsichtig bis in die Ecken ziehen, dann 1 bis 2 Stunden akklimatisieren lassen. Erst danach mit geölten Fingern die typischen Dellen eindrücken, die Focaccia erst zu Focaccia machen.

5. Belegen und backen

Häufige Fehler vermeiden

Serviervorschläge

Diese Focaccia macht sich hervorragend neben einer Käseplatte mit Gorgonzola oder Ziegenkäse, schmeckt aber auch pur als Snack zwischendurch. Reste? Einfach getoastet mit etwas Ricotta und Honig, fertig ist ein Frühstück, das besser ist als die meisten Croissants.

Fazit

Diese Focaccia zeigt, was passiert, wenn man wenige gute Zutaten mit Geduld und etwas Fermentation kombiniert: Mit sauberer Starterpflege, genug Gare und einem ordentlichen Schuss Olivenöl gelingt das Brot selbst Einsteigern. Und ziemlich sicher wird es das Lieblingsrezept dieser Saison.

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